Speaker bei den Lokalrundfunktagen 2018

Hat sich das Radio aktuell in seinen eigenen Strukturen festgefahren? Was gibt es für neue Wege, Radio auch in den jungen Zielgruppen wieder attraktiver zu machen? Ist „Formatradio“ wirklich der richtige Weg? Oder sollten wir einmal ausbrechen?

Meine Meinung: Na klar! Denn Radio ist nicht tot, wie so oft vermutet wird, sondern die Möglichkeiten von diesem Medium sind meiner Ansicht nach gerade erst zu einem sehr geringen Teil erkundet und ausprobiert. Warum nicht einmal komplett neue Formate im Radio ausprobieren? Eine klassische Late-Night-Show wie im Fernsehen? Eine ganze Stunde Quiz-Show? Podcasts im Radio spielen? Viele werden sagen, dass das nicht geht: Radio braucht Musik und nur kurze Moderationsblocks. Aber warum? Weil das schon immer so war? Das ist kein Grund!

Und genau darüber diskutierte ich am Mittwoch, den 04.07.2018 bei den Lokalrundfunktagen 2018, deutschlands größtem Branchentreff für den lokalen und regionalen Rundfunk. Meine Gesprächspartner hierbei waren Felix Straube (Funkhaus Schwinfurt), Max Klement (egoFM), Evi Dettl (Radio BUH), Nadja Bedoui (Kanal C) und Moderator des Panels war Max Foerster (Radio Trausnitz).

Beschreibungstext des Panels:

WE LOVE RADIO
Mit „anderen“ Radioformaten begeistern

Um im Mainstream-Strudel nicht unterzugehen, müssen sich Programme auch mal Ausreißer leisten. Sichere Einschaltfaktoren sind Stories und Persönlichkeiten, die die Konkurrenz nicht hat. Vor allem im PR-Kanal der sozialen Netzwerke ziehen kantige Typen und Originalität die Follower an.

Aber müssten sich Programmchefs sich nicht trauen, den Radio-Rebellen, den jungen Kreativen, den unangepassten Querdenkern auch ON Air mehr Raum zu geben? Ist Radio überhaupt noch eine interessante Plattform für junge Personalities – oder gehen die lieber gleich zu Instagram?

Text- und Fotoquelle: Lokalrundfunktage 2018

 

Über den Autor: Patrik Rist

Da für Patrik der Unialltag ein wenig zu theoretisch war, baute er 2015 einfach kurzerhand einen eigenen Campusradiosender auf. Immer mit dem Motto: Entweder ganz oder gar nicht! Schnell hatte Studentenfunk knapp 60 Mitglieder, sendet 24/7 live aus einem richtigen Studio und Patrik selbst hat sich damit die Möglichkeit geschaffen, alles, was ihn interessiert, auszuprobieren: Moderation normaler aber auch innovativer Sendungen (wie zum Beispiel einer Impro-LateNight-Show); Podcasting; Festivalberichterstattung & Interviews mit renommieren Bands; crossmediale Web-TV-Sendungen uvm. Und bei alldem merkte er vor allem eines: Radio ist vielseitig und kann deutlich mehr, als bisher ganztags im Mainstream-Radio läuft.